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ASHRAMS  DER  VIER  HAUPT-YOGAARTEN  IN  SÜDINDIEN

(In allen Ashrams gibt es auch umfangreiches Schrifttum zu kaufen)
 

 
 

ASTANGA-YOGA  (DHYANA-YOGA)

 

Shivananda Yoga Dhanwantari Ashram,

Neyyar Dam, Thiruvananthapuram District, Kerala

[Der ursprüngliche, 1932 gegründete Ashram befindet sich in Rishikesh, Himalayas.

Yogaschulen gibt es auch in Berlin und München.]

Besonderheiten:

Tagesablauf mit Körperübungen, Vorträgen und Meditation in natürlicher Umgebung

(Yogalehrer-Ausbildung)

Internet: http://www.sivananda.org

 

Dhyana Ashram

Der Ashram liegt westlich von Kodaikkanal, District Dindigul Anna, in den Bergen Tamil Nadus.

Besonderheiten:

Tagesablauf ohne Körperübungen, aber mit Meditation und Vorträgen im Stil des Zen-Buddhismus

Der Meister Arul Maria Arokiasamy (kurz “AMA-Samy“) steht in der Tradition des japanischen Zen. Von ihm erschien in Deutsch u. a. das Buch “Warum Bodhidharma    in den Westen kam“. Er hält jedes Jahr auch in Deutschland Meditationskurse.

 

 

BHAKTI-YOGA

 

Krishna-Tempel der ISKCON (“International Society for Krishna Consciousnes”),

Tirumala bzw. Tirupati (einer ist Krishna, der andere Vishnu geweiht), Chittoor District, Andhra Pradesh; ca. 140 km nordwestlich von Madras

[Das eigentliche Zentrum liegt in Vrindavana, ca. 200 km südlich von Delhi, wo der Legende nach bis 3102 v. Chr. der Krishna der Bhagavadgita lebte und die Menschheit auf das jetzige Zeitalter vorbereitete.

Niederlassungen auch in deutschen Städten wie München]

Besonderheiten:

Tagesablauf mit Singen, Tanzen, Tempelzeremonien (morgens und abends), Schriftlesungen und Vorträgen,

hervorragende vegetarische Mahlzeiten

 

 

JNANA-YOGA

 

Udupi; nördlich von Mangalore, ca. 50 km nördlich der Grenze zu Kerala in Karnataka,

Wirkungsstätte von Madhavacharya (1199 – 1278) mit Gedenkstätten und einer Krishna-Tempelanlage

Udupi ist einer der hinduistischen Maths und entwickelte sich zu einer Hochburg der Gelehrsamkeit (neben Haridwar, Puri  und Kanchi)

berühmt ist auch die vegetarische Küche

Besonderheit:

Madhavacharya ist Hauptvertreter des dualistischen Vedanta

 

Kaladi;  ca. 40 km nordöstlich von Cochin, in Kerala

Geburtsort von Shri Shankaracharya (788 -  820) mit Gedenkstätten und einer Krishna-Tempelanlage

Besonderheiten:

Shankaracharya war der Begründer der Maths und später Leiter in Kanchi,

er ist Hauptvertreter des Advaita-Vedanta (“non dualism“)

 

Shrirangam;  1,6 qkm grosse Vishnu-Tempelanlage auf einer Insel in der Kauvery bei Tiruchchirappalli (“Tiruchi“), Tamil Nadu

Wirkungsstätte von Ramanuja (1056 – 1137), dem Hauptvertreter des “qualified monism“,

Ramanuja soll übrigens auch den ursprünglich dem Shiva geweihten Tempel in Tirupati in einen Vishnu-Tempel umgewandelt haben

 

Shri Ramana Maharshi Ashram,

Tiruvannamalai, Tamil Nadu; ca. 190 km südwestlich von Madras, oder ca. 100 km nordwestlich von Pondicherry

Besonderheiten:

Auf dem Ashramgelände kann die kleine Hütte besichtigt werden, in der der Meister 1950 gestorben ist, sowie sein Sarkophag in der Meditationshalle.

Sein Leben galt der Erforschung der Frage “Wer bin ich?“, worüber auch das einzige schriftliche, kleine Werk von ihm existiert.

Der von ihm propagierte einfache Lebensstil kommt auch bei den Mahlzeiten in der Dining Hall (ebenfalls auf dem Ashramgelände) zum Ausdruck: ein Bananenblatt auf dem Fussboden, gegessen wird mit den Fingern (die Mitnahme eines Löffels ist also empfehlenswert). Übernachtungsmöglichkeiten in Guest Houses.

Der Ashram liegt am Fuss des Arunachala-Berges, der einzeln in der Ebene steht und auf dem der Meister an verschiedenen Stellen (auch in Höhlen) als Eremit gelebt hat.

Wer die Möglichkeit hat, sollte eine Morgenwanderung zu einigen dieser Stellen nicht versäumen. In einiger Entfernung liegt am Fuss des Berges auch der grosse Shiva-Tempel der Distrikts-Hauptstadt.

 

 

KARMA-YOGA

 

Shri Aurobindo Ashram,

Pondicherry; an der Küste, ca. 200 km südlich von Madras

Besonderheiten:

Im Ashramgebäude befindet sich eine Buchhandlung, im Hof  ein Kakteengarten und der Sarkophag des 1950 verstorbenen Meisters, an dem Pilger meditieren.

Um einen Gesamteindruck zu bekommen, ist es erforderlich, auch die verschiedenen Wirtschaftsunternehmen des Ashrams kennenzulernen, in denen die rund 2000 Ashramiten beschäftigt sind und wofür vormittags eine Stadtrundfahrt/rundgang angeboten wird.

Mittagessen findet in der separaten Dining Hall statt (1998: Frühstück, Mittag- und    Abendessen für zusammen 25,-- Rupien, bei Voranmeldung. Ausserdem verfügt der Ashram über mehrere Guest Houses zum Übernachten (Preise bis zu 300,-- Rps.).

1968 gründete die Ashramleitung ca. 15 km nordwestlich von Pondy die Siedlung AUROVILLE, die als “Stadt für den Zukunftsmenschen“ für rund 50 000 Einwohner vorgesehen ist. Die Entwicklung kommt allerdings (aus eigener Kraft) nur langsam voran. Zur Besichtigung lohnt sich das Meditationszentrum “Matrimandir“  und das “Visitor´s Information Center“. Speisen und Getränke werden im Restaurant der nahegelegenen “Solar Kitchen“ angeboten.

Internet Auroville: http://www.auroville-international.org


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