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Astrologie
Der Ausdruck ‚Astrologie' setzt sich
aus den Begriffen ‚Astro' (Stern als Urprinzip) und ‚Logos' (Geist
bzw. höchste Logik) zusammen. Die Astrologie befaßt sich mit den
Beziehungen zwischen dem Makrokosmos des Universums und dem Mikrokosmos
auf der Erde. Diese Lehre sieht in den Bewegungen der Sterne eine Ordnung,
die für die Menschen von Bedeutung ist. Astrologie ist weit mehr, als das
bekannte System der zwölf Sternzeichen. Dies ist nur eine zwar wichtige,
aber grobe Typologie. Darüber hinaus gibt es weitere Systeme, die eine
wesentlich differenziertere Vorgehensweise erforderlich machen. Aus diesem
Grund ist eine feine Beobachtungsgabe und ein hohes Maß an
Lebenserfahrung Voraussetzung für eine erfolgreiche Beschäftigung mit
der Astrologie. Der Studierende muss zunächst mit scheinbar
widersprüchlichen Ergebnissen aber auch schnellen Erfolgen umzugehen
lernen. Entscheidend ist, dass die Astrologie zu einer Sensibilisierung
für die Wirkung der Planeten führt, die nicht durch die in unserer
Gesellschaft dominierende materialistische Denkweise erklärt werden
können. Dabei ist die Astrologie keineswegs neu: schon vor ewigen Zeiten
haben die Menschen Sternenkonstellationen am Himmel beobachtet und ihre
Wirkungen auf Ereignisse auf der Erde erforscht. Alle Hochkulturen hatten
dazu mehr oder weniger deutlich ausgeprägte Theorien. Astrologie ist auch
ein Weg zur Selbsterkenntnis: die ernsthafte Beschäftigung mit der
Thematik kann Menschen helfen, sich selbst und ihre Umwelt besser zu
verstehen und zu strukturieren.
Entstanden ist die Astrologie eigentlich aus
dem Bedürfnis der Menschen nach einem System die Zeit im Jahresablauf zu
erfassen, nach einem Kalender. Ziel war es dabei, den günstigen
Zeitpunkt für die Aussaat zu definieren. Der Jahresverlauf war natürlich
bekannt, aber der genaue Verlauf der Sonne konnte nicht zuverlässig
vorhergesagt werden.
Die Babylonier entwickelten die Himmelsforschung sehr weit und stellten
auch die Verbindung zu etwas Göttlichem her. Daher war aus ihrer Sicht
klar, dass die Veränderung des Abstand der Himmelskörper zueinander auch
etwas Göttliches sein mußte. Aber auch die Steinmonumente der Kelten
waren an verschiedenen Sternenkonstellationen ausgerichtet und auch bei
ihnen mag ein erstes astrologisches Verständnis entwickelt gewesen sein.
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