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Andererseits entwickelte Schiller eine leidenschaftliche Abneigung gegen die oligarchische Willkür des absolutistischen Adels, der grausam und gedankenlos das Glück der Untertanen zertrat, der die ganze Jahresarbeit der Bauern achtlos zerstörte, wenn es ihm einfiel, eine Jagd mit 300 Pferden zu veranstalten. In diesen Jugendjahren entwickelte Schiller eine kompromißlose Haltung gegen jede Art von Philistertum und Mittelmäßigkeit, ohne die er seine eigene Größe niemals hätte erreichen können, aber auch einen erstaunlichen politischen Scharfblick, mit Hilfe dessen er die differenziertesten und verdecktesten Operationen der oligarchischen Fraktion seiner Zeit aufdeckte und sie in seinen verschiedenen Werken immer wieder neu beleuchtete, wie z. B. im "Geisterseher" oder in der Schrift "Die Jesuiten-Regierung in Paraquay" oder in dem Gedicht "Die bösen Monarchen", eine Liste, die noch lange fortzusetzen wäre. Mit der einmaligen Klarsicht, zu der nur Geistesriesen fähig sind, deckte er alle Methoden der psychologischen Kriegführung und Aktivitäten auf, die gegen die Idee der republikanischen Freiheit gerichtet waren. Und wer seine Werke heute liest, wird zu seiner großen Verwunderung entdecken, daß diese Kräfte noch heute genau die gleichen sind.
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